Mein 6. Rezidiv

Hallo zusammen

Am Abend des PET-CT kam mein Oberarzt zu mir ins Zimmer um uns die PET-Ergebnisse zu besprechen. Es herrschte toten Stille. Er erklärte uns, dass er keine Heilungschanchen mehr sehe, da so viele Leukämiezellen in meinem Bauchraum waren, sodass es keine Heilung bringenden Behandlungsmöglichkeit mehr gebe auch aufgrund meiner momentanen Nierensituation, und des viel zu hohem Kaliums und Phosphors. Er meinte jede Behandlung, die den Krebs wirksam bekämpfe würde dazu führen, dass meine Nieren und unwiderruflich versagen, und ich Dialysepflichtig würde. Außerdem würde ich höchstwahrscheinlich die OP für einen Dialysekatheter nicht überlebe. Dazu kam noch die Gefahr Herzstörrungen, da das Kalium so hoch war.

Doch ich konnte mich mit dem Gedanken, dass jetzt alles vorbei ist und ich sterben sollte nicht anfreunden, es war so unwirklich wie in einem bösen Alptraum. Doch ich sah mich noch nicht soweit und sagte das ich jetzt nicht aufgeben werde, sondern weitermachen werde. Und falls ich doch sterben sollte dann nicht an diesem sch… krebs, sondern bitte an einer heftigen Nebenwirkung. Und so fingen wir noch am gleichen Abend mit Chemotabletten und Kortison an. Und einigen Medikamenten für die Nieren. Am Ende der Woche waren meine Nierenwerte schon wiederdeutlich besser, trotz Chemo, gegen die Meinung meiner Ärzte, so wie es meiner Mutter vier Tage zuvor gesagt habe. Am folgenden Montag zeigte auch ein Ultraschall das die Nieren wieder mehr Platz hatten und der krebs an den Stellen wieder zurück gegangen war. Von da an wurden meine Nieren werte von Tag zu Tag wieder besser, und ich fing an wieder zu essen allerdings musste ich eine strenge Diät für meine Nieren machen. So konnte dann auch wieder über andere Behandlungs- Möglichkeiten nachgedacht werden.

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Veröffentlicht unter Allgemein, Nici´s Blog
One comment on “Mein 6. Rezidiv
  1. Beatrice Schreiber-Ceric sagt:

    Hallo Nici, erstmal habe ich beim Lesen von dem oberen Teil feuchte Augen und Gänsehaut bekommen, mir fehlen die Worte. Ich drücke Dir so sehr die Daumen das dir die neuen Behandlungsmöglichkeiten helfen. Du hast schon so viel durchgestanden in deinem noch so jungen Leben. Viel Kraft und alles Gute für Dich und Deine Familie.

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